Ab November 1927 bis September 1929 erschienen 39 der kleinen bulligen Heißdampf-Tenderlokomotiven Baureihe 80 auf den Gleisen der Deutschen Reichsbahn. Bei der Erstzuteilung wurden die Rbd Hannover, Halle(S), Breslau, Köln, Frankfurt(M), Regensburg, Augsburg und Würzburg berücksichtigt. Die Baureihe 80 gilt als Mutter der Einheitstenderloks. Diese leistungsstarken „Schaukelpferde“ zogen anstandslos beachtliche Lasten, taten sich aber mit ihren mäßigen Laufeigenschaften und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit im längeren Streckendienst schwer. Rangierdienst, Übergabe- und Nahgüterzüge waren ihr Metier. Mit ihrem hellen „Bellen“ unterschied sich die 80er akustisch deutlich von den größeren Schwestern 64 und 86. 17 Maschinen verblieben 1945 in Westdeutschland bei den RBD Hannover, Nürnberg und Regensburg. Ende 1946 übernahm Nürnberg die fünf Loks aus Hannover.
Das AW Weiden war fortan zuständig für die 80er. Am 15.April 1964 stellte die DB mit 80 031 die letzte Lok „Z“. Zahlreiche Loks fanden aber bereits im Westen Deutschlands Verwendung als Werklok. Bei Klöckner-Bergbau, ab 1969 Ruhrkohle AG (RAG) schleppten sie schwerste Kohlenzüge, aber auch Personalzüge auf dem weit verzweigten Netz. Als letzte blieb D-727 (ex 80 039) bis 4.August 1977 im Einsatz. 22 Maschinen gingen in den Bestand der DR Ost über.
Schwerpunkt der 80 war das Bw Leipzig West. Als letzte ausgemustert wurde 80 023, im Bw Altenburg bis 13.01.1967 und anschließend bis 03.01.1968 in Zeitz stationiert. Sie wurde vom VM Dresden übernommen. Alle anderen Maschinen fanden nach ihrer Einsatzzeit in den Reichsbahn-Ausbesserungswerken Arbeit als Werklok. Im Raw Engelsdorf unter Dampf erlebte 80 019 noch den Herbst 1984 ! Sieben Maschinen blieben der Nachwelt erhalten: 80 009, 013, 014, 023, 030, 036 und 039.80 039 kommt unter Regie der Hammer EF regelmäßig zum Einsatz.